Media Monday #261

Einmal pro halbem Jahr muss auch ich am Media Monday von Wulfs Medienjournal teilnehmen…


1. Events wie die German Comic Con lassen mich vollkommen kalt, da mein Interesse an Comics und den ach so tollen, gernegroßen „Graphic Novels“ inzwischen nahe Null ist. Für das ganze Drumherum (Cosplay etc.) hab ich noch weniger übrig, drum würde man mich nicht einmal für lau und Zückerle auf so eine Veranstaltung schleppen können.

2. Verfilmungen echter Ereignisse regen mich immer dann tierisch auf, wenn das verfilmte Ereignis nach Ansicht der Drehbuchautoren nicht interessant genug ist, um ohne eine schmalztriefende Romanze die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu fesseln. Die Titanic wäre auch ohne das ganze, nervige Gedöns der ersten anderthalb Stunden prachtvollst untergangen!

3.____ sehe ich derzeit gefühlt in jedem zweiten Film, denn ____ . Kann ich nicht beantworten, dazu sehe ich viel zu wenig aktuelle Filme.

4. Der Blick in meinen Kühlschrank vor wenigen Minuten war wirklich unfassbar ergreifend/traurig, mir sind nämlich die Eiswürfel für leckere Kaltgetränke ausgegangen. Verdammt :(

5. Sagt was ihr wollt, aber mein liebster Superheld ist und bleibt Captain Invincible, der alte Schluckspecht in silberner Unterwäsche ❤️  Welcher andere Superheld trällert schon Countrysongs über die Zweifel an der Daseinsberechtigung seiner Zunft?

6. Arsen und Spitzenhäubchen habe ich schon zig Mal gesehen und werde ich mir vermutlich auch noch zig Mal ansehen, schließlich ist das seit Jahrzehnten mein unangefochtener Lieblingsfilm überhaupt. Ein Jahr ohne Mortimer Brewster und seine mörderischen Tanten wäre ein schlechtes Jahr.

arsen
7. Zuletzt habe ich Deadpool gesehen, und das war trotz meiner durch die Werbekampagne sowieso  schon angespitzten Erwartungen bedeutend besser als erhofft, weil die Trailer ausnahmsweise mal nicht alle guten Szenen und Witze vorweggenommen haben, und ich mehr als einmal mit meinem Gegacker und Gequieke meine Katze und die Nachbarn verschreckt habe. Und das von mir, die ich Marvel-Kinofilme (und Superduperheldenfilme der letzten 20 Jahre generell) eigentlich wie die Pest meide, weil ich mich teilweise schon persönlich beleidigt fühle, wenn die sterilen Helden ihre noch sterileren Kasperdialoge in albernen Kostümen wie Grundschüler an der Tafel aufsagen, danach steril inszenierte Trümmerorgien feiern und erwarten, dass ich das begeistert bejubel… Schön, dass die Handvoll Ausnahmen mal wieder Zuwachs bekommen hat :)

PS: ja klar, der Bursche hier kaspert und trümmert auch gepflegt heftig rum. Aber eben nicht steril. Und jau, das Kostüm ist in Form und Farbgebung ausgesprochen gut gelungen. Dat Ass!

Media Monday #234

1. Sofern gesehen: Das Beste an Star Wars Episode VII ist der Umstand, dass man wenigstens nicht per Notstandsgesetz dazu gezwungen werden kann, sich den Streifen anzuschauen. Ernsthaft, das konstante Werbe- und Hypetrommelfeuer aus allen Rohren und Kanälen hat es geschafft, mir die zaghaften Ansätze aufkeimenden Interesses restlos wegzuballern. Sobald es in die reinste Nötigung ausartet, werd ich richtig, entschieden bockig.

bad-music

2. Das beste Weihnachtsgeschenk ist die sagenhaft entspannte Ruhe, die ich wie jedes Jahr mit einer guten Freundin, lecker Fressi und ein paar Filmen genießen werde. Das komplette Weihnachtsbrimborium mag sich antun, wer möchte. Für uns ist das nix.

3. Für die zahlreichen freien Tage nächste Woche habe ich mir fest vorgenommen maximal nichts zu tun. Dafür sind diese Tage doch gedacht, oder?

4. Weihnachtsspecials zu Serien stören mich nicht, müssen aber auch nicht zwingend sein. Außer Sherlock. Der darf alles.

5. Bevor das Jahr endet, werde ich mit dem Sofa in Symbiose verwachsen sein, wenn alles nach Plan läuft.

6. 2015 habe ich ja Supernatural voll für mich entdeckt, denn in meiner sorgfältig gepflegten Ignoranz hatte ich diese Serie jahrelang vorsätzlich gemieden. Ich schieb die Schuld daran einfach mal Tumblr und seinen hysterisch-bekloppten Sabberfans in die Schuhe. Das geht immer.

7. Zuletzt habe ich ein umfangreiches Lachsfrühstück genossen und das war zutiefst befriedigend, weil diese zweistündigen Frühstückszeremonien für mich erst so richtig das Urlaubsfeeling aufkommen lassen.

Media Monday #219

Trotz schlimmer Augen muss ich auch mal wieder am Media Monday teilnehmen. Vergess sonst noch, wie das geht!

1. Sollte ich jemals Opfer eines Verbrechens werden, würde ich mir wünschen, dass Columbo mit dem Fall betraut wird, schließlich wäre damit mein maximales Vergnügen garantiert, während ich Bier schlürfend und Pasta mampfend am Biervulkan auf der Großleinwand die Aufklärung der garstigen Tat verfolge.

columbo-one-more-thing
Keiner lockt Unholde so charmant in die Falle wie Inspector Einauge ❤

 2. Nachdem David Tennant die Serie Doctor Who (aus welchem Grund und wie auch immer) verlassen hatte war für mich zunehmend die Luft raus. Nein, meine Gewaltphantasien bezüglich diverser %?§*#@! Reisebegleiterinnen behalte ich auch diesmal für mich, aber sie sind immer noch vorhanden. Trotz eines interessanten aktuellen Doctors, der mir aber trotzdem nicht die Schmerzen des Ertragens akut arroganter Dümmlichkeit mit Kuhaugen wert ist.

3. Иди́ и смотри́ (Komm und sieh) war regelrecht verstörend, denn nach diesem russischen Kriegsfilm war ich tagelang schlecht gelaunt und durchaus bereit, gewissen Teilen der Menschheit persönlich den Strick um den Hals zu legen.

4. Hugh Howeys Silo-Serie als eine(s) dieser viel gepriesenen Bücher(-Reihen) gefiel mir trotz meiner eher ablehnenden Haltung zur Unart der Buchveröffentlichung in Häppchen ausnehmend gut. Der Anhalter zählt nicht, der ist seine ganz eigene Klasse. So.

5. Für mich persönlich ist derzeit insbesondere Netflix Garant für allerbeste Serienunterhaltung, schließlich sind diese Streamingdödels daran schuld, wenn ich ganze Wochenenden damit verplempere, House of Cards oder andere Knallerserien am Stück zu schauen. Und zwar ganz ohne mich vor mir selber ob meiner Faulheit zu schämen.

6. Pudding lässt sich nur schwierig in eine Schublade stecken, immerhin läuft das Zeug schon nach wenigen Minuten aus jeder Ritze wieder raus! (scnr)

7. Zuletzt habe ich zum wiederholten mal erfolglos angefragt, ob endlich meine Arbeitsplatzbrille fertig ist und das war sehr sehr ärgerlich, weil ich seit rund fünf Wochen mit meiner Lesebrille (!) am Computer (!!) arbeiten muß – das fühlt sich an den Glotzböbbels inzwischen so ähnlich an wie Kuscheln mit einer Höhensonne 

Media Monday #213

Heute geht der Media Monday früh genug los, dass sogar ich es schaffe, pünktlich etwas dazu zu schreiben. Überpünktlich sogar!

1. ____ einmal im wahren Leben zu treffen, war/wäre ____ .
Ganz ehrlich, ich hasse im Zusammenhang mit meinen Celebrity-Vorlieben (auf die ich die Frage jetzt einfach mal beziehe) die wahres-Leben-Formulierung, das klingt für mich zu sehr danach, dass es auch ein unwahres Leben geben oder dass ein solches für mich relevant sein könnte. Davon abgesehen habe ich keine dergestalten festen Ziele. Den ein oder anderen nicht komplett unberühmten Menschen habe ich mehrmals in meinem Leben getroffen, resultierend mal in extrem positiven (Edwyn Collins!) oder auch extrem schrägen (Killing Joke, speziell Vorturner Jaz Coleman) Erlebnissen. Und ich hab anno dunnemals Trent Reznor erst irritiert und dann zum Rudelknuddeln animiert. Ha! Dem ein oder anderen Liebling würde ich durchaus gerne mal das Pfötchen drücken, aber wie gesagt, das hätte keine nachhaltigen Folgen irgendeiner Art. Es wäre bestenfalls eine erfreuliche Erinnerung :)

2. Zeitreisefilme braucht nach drei Teilen „Zurück in die Zukunft“ eigentlich kein Regisseur und Drehbuchautor mehr in Angriff zu nehmen, Perfektion dieser Art ist nicht mehr zu toppen. Der Doctor zählt nicht, der war schon deutlich früher unterwegs.

3. ____ zwar untypisch, dadurch aber nicht gleich schlecht, denn immerhin ____ .
Dazu fällt mir gerade nichts ein. Jedenfalls nichts sinnvolles.

4. Durch meine Fangirlerei für diesen Briten mit dem Ottergesicht erst bin ich auf wurde mein Interesse am Autoren William Golding gestoßen geweckt, der mich seitdem mit jedem Buch, das ich von ihm zur Hand nehme, zutiefst begeistert. Ok, ausgerechnet sein bekanntestes Werk Herr der Fliegen ist die Ausnahme. Das war auch nicht ganz unschuldig daran, dass ich ihn so lange ehern ignoriert habe. Manchmal könnte ich mich für meine immer wieder Oberhand gewinnende Igoranz treten.

5. Die Heftchenserie Perry Rhodan ist zwar seicht, aber das ändert nichts daran, dass ich mir auch heute noch gerne das ein oder andere Taschenbuch mit den Helden meiner Kindheit und Jugend reinziehe. Raumkapitän Nelson und Walty Klackton haben ein besonders gemütlich hergerichtetes Plätzchen in meinem Herz. Auf Lebenszeit :)

6. Filme, die sich mit Literatur/Literaten beschäftigen können unglaublich faszinierend oder unglaublich lahmarschig sein. Blöderweise weiß man das immer erst hinterher.

7. Zuletzt habe ich den Film Adams Äpfel gesehen und das war eine äußerst positive Überraschung, weil ich solch eine Ansammlung skurriler Ideen, tiefdunkelschwarzen Humors und trotz allem auch sehr viel Herz einfach nicht erwartet hatte. Tolle Entdeckung!

Media Monday #212

Mein letzter Media Monday war die Nummer 173… Soviel also zum leidigen Thema „Die Motivation, das unbekannte Wesen“. Lasst mich den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten…

1. Maqbool aka den indischen Macbeth hätte man kaum besser drehen können, schließlich ist die kackfreche Kreuzung aus Shakespeare, Bollywood und Pate nicht nur äußerst gelungen, sondern auch ein vollkommen logischer Schritt. Wo sonst traut man sich denn heute noch, bei solchen Stücken hemmungslos und volle Kanne auf die inszenatorischen Dramadrüsen zu kloppen?

2. Die Vorzüge von reinen Procedurals mit Fall der Woche gegenüber den Serials mit fortlaufender Handlung erkenne ich vor allem in älteren Serien, wie z.B. dem von mir immer noch heiß geliebtem Columbo. Habe ich Lust auf ein oder zwei Episoden, an die ich mich nur noch dunkel erinnern kann, muss ich nicht gleich die halbe Staffel schauen, um den Kontext der Stories zu raffen.

3. Das Degenduell im Hofnarr ist regelrecht episch, denn wie Danny Kaye und Basil Rathbone sich hier die Klingen um die Ohren dreschen, ist die perfekte Kombination aus Tempo, Witz und Können. Kayes ständiges wechseln zwischen Tölpel und Superfechter alleine ist großes Tennis :D

4. Life on Mars und Ashes to Ashes könnte ich mir ja immer wieder ansehen, doch ab und zu verlangen dann auch andere Serien nach ihrem Recht. Oder gar diese seltsame Welt da draußen vor den Fenstern…

5. Allein [durch] die Dialoge bringen meine liebsten Komödien mich an den Rand eines gepflegten Zwerchfellrisses, die wahren Meister brauchen dafür nicht mehr.

6. Damit Filmmusik mir so richtig gut gefällt, muss sie zum Film passen. Mehr nicht.

7. Zuletzt habe ich Serial Mom gesehen und das war recht ernüchternd, weil der Film deutlich schlechter gealtert ist, als ich ihn in Erinnerung hatte.

Media Monday #173

Nach langer Abstinenz aufgrund einer Kombination aus Bloggerhemmung und generalverkacktem Providerumzug hoffe ich sehr, hier wieder in die Gänge zu kommen. Mal wieder etwas zum Media Monday beizutragen, ist da doch schon mal ein guter Anfang. Erst recht, wenn ich ausgiebig meckern darf…

1. Nicht zum ersten Mal habe ich der Serienfigur Clara Oswald (Doctor Who) den Tod gewünscht, weil diese sackdämliche, egozentrische und überaus nervtötende zuckerschnutige Plantschkuh mein Aggressionslevel auf ungekannte Höhen pusht. Der Serie kann ich erst dann wieder eine Chance geben, wenn die weg vom Fenster ist (möglichst von einem Dalek oder Cyberman zermatscht). Und keinen Moment früher!

2. Jean Reno habe ich früher echt gemocht, aber ihre/seine neue(re)n Filme enttäuschen mich fast ausnahmslos und haben mir die Hoffnung auf eine Rückkehr zu alter Form genommen. Äußerst schade, das.

3. Die Übernahme Doctor Who’s durch Showrunner Stephen Moffat zur fünften Staffel zog einen so gravierenden stilistischen Bruch nach sich, dass ich seitdem mit der Serie auf Kriegsfuß stehe. Es gab zwar noch ein paar gute Momente, aber Moffats Vorgänger Russell T. Davies und der unter seiner Regie fantastischen Serie heule ich immer nachdrücklicher hinterher.

4. Aus Donnie Darko wurde im Extended/Directors Cut ein ganz anderer Film, denn es wurde für meinen Geschmack zuviel gezeigt und erklärt (oder versucht) und damit die wunderbare Atmosphäre des Originalcuts zerstört. Manchmal ist weniger wirklich mehr.

5. The Walking Dead hat mich ja thematisch sehr gereizt, allerdings habe ich nach der Mutation zu Waltons mit Zombies in der zweiten Staffel nach der Hälfte die Lust am weiterschauen verloren. Und bis heute nicht wiedergefunden.

6. Dank eines geradezu überschwenglichen Artikels bei Spiegel Online zum deutschen Serienstart bin ich überhaupt erst auf Sherlock und damit auch auf dieses seltsame Schauspieleralien von einem Planeten irgendwo im Katzenkopfnebel in der Hauptrolle (das war jedenfalls meine erste Reaktion auf den ungewohnten Anblick) aufmerksam geworden. Zum Glück, denn der Herr Cumberbatch hat mir seitdem schon viele Stunden feinster Unterhaltung in Film, TV, Radio und als erstklassiger Vorleser diverser Literatur beschert.
(Ja, ich weiß, vollkommen unerwartete Antwort von mir… *gg*)

7. Zuletzt gesehen habe ich Flushed Away und das war spaßiger als erwartet , weil ich über den Film nichts wusste und rein vom Look der (geschenkten) DVD auf kindische 08/15-Stangenware getippt hätte. Weit gefehlt, wie ich entzückt feststellen durfte. Selbst Jean Reno als französischer Schurkenfrosch mit seiner Gang von Henchfrogs konnte punkten. Und mit Verlaub: Nacktschnecken rocken!