Die 5 besten Zeichentrickfilme

Besser selten und das auch noch zu spät als nie, drum gibt es auch hier zu meiner eigenen Überraschung endlich wieder einmal fünf Antworten auf das wöchentliche Filmstöckchen der ergothek. Ist aber auch einfach zu beantworten, welche Zeichentrickfilme sich in meinen Top 5 drängeln (alphabetisch sortiert):

The Emperor’s New Groove (Ein Königreich für ein Lama; Mark Dindal, USA 2000)

Ich vergebe in dieser Liste zwar keine Platzierungen, aber gleich die erste Nennung hat gute Chancen auf die oberste Stufe im Treppchen. Die Guten und die Bösen sind hier gleichermaßen Lieblinge und toll besetzt (besonders Eartha Kitt als garstige Yzma ist schlicht sensationell), die Gagdichte lässt kaum Luft zum Atmen, es gibt nur eine Gesangseinlage, und die stemmt im Intro very groovy Tom Jones, und auch sonst finde ich hier rein gar nichts zu bemeckern. Und hab ich schon erwähnt, dass Yzma rockt??

 

The Iron Giant (Der Gigant aus dem All; Brad Bird, USA 1999)

Das klassische Thema des kleinen, nerdigen Jungen ohne Freunde, dem das Schicksal schließlich einen Freund zur Seite stellt, der ein klein wenig anders ist, aber dafür wirklich toll. In diesem Fall riesiger-Roboter-aus-dem-All-toll. Und das mitten im Kalten Krieg, was natürlich für jede Menge Aufregung sorgt. Der Schluß packt mich immer wieder… „Superman…“ und schon geh’n die Schleusen auf. Funktioniert je-des-mal.

 

Lilo & Stitch (Dean DeBlois, Chris Sanders, USA 2002)

Da hat Disney es doch wirklich geschafft, einen Film über Familie und Zusammenhalt in schweren Zeiten zu machen, der erfreulich kitschfrei und dazu zum Brüllen komisch ist. Das rüpelige, blaue Knuffelalien Stitch hat bis heute seinen festen Platz unter meinen liebsten Trickfilmgestalten, den muss man doch einfach lieb haben :)

 

When the Wind Blows (Wenn der Wind weht; Jimmy T. Murakami, UK 1986)

Das Schicksal eines liebenswürdigen, britischen Rentnerehepaars nach dem Atomschlag, minimalistisch gezeichnet und mit aller Konsequenz erzählt. Ich habe nie wieder ein dermaßen still verheultes Kinopublikum wie nach diesem Film erlebt. Und meine zarte Teenieseele hatte einen Knacks fürs Leben weg.

 

Yellow Submarine (George Dunning, UK 1968)

Tolle Musik, großartig schräg illustriert (oder andersrum?), dazu mit den Blaumiesen herrlich bekloppte Bösewichte — so und nicht anders lass sogar ich mir die Beatles gefallen. Immer wieder ;)

Chaosküche

Zeit für ein Geständnis: aus mir wird in diesem Leben kein ordentlicher Mensch mehr. Zum Beweis präsentiere ich diese schnell hingepftuschte Skizze meiner Küchenecke… der Verhau hat immerhin den Vorteil, jede Menge Details zum krumm zeichnen anzubieten *ahem*

Was ich mir bei der Positionierung des Wasserhahns gedacht habe, kann ich allerdings selber nicht nachvollziehen. Eigentlich hat der nicht die Aufgabe, die Bude zu fluten, so praktisch das fürs Bodenwischen auch wäre…

kueche-skizze

Mel Brooks | To Be Or Not To Be (The Hitler Rap)

Die Nachrichtenlage der letzten zwei Wochen hat mich zu der Erkenntnis gebracht, dass ausgiebiges Lachen die einzige Möglichkeit ist, meine geistige Gesundheit zu erhalten, und nicht im Stundentakt entsetzt, empört, verstört etc. loszukreischen. Könnte ja sein, dass ich nicht mehr damit aufhöre.

Da kommt mir diese gloriose Geschmacklosigkeit von Mel Brooks gerade recht, hab ich doch keinerlei Probleme, mir solcherlei Partieabende ganz konkret in der weißen Hütte des orangenen Vollpfostens vorzustellen… inkl. der Kostüme.

Nein, dann doch lieber drüber lachen.

Höhlenmalerei für Eingerostete

Gestern habe ich mir endlich wieder, nach viel zu vielen Jahren der Inaktivität, einen ordentlichen Aquarellfarbkasten gegönnt, und heute gibt es die ersten Ergebnisse.

Nein, an mir ist kein großer Künstler verloren gegangen, auch wenn ich in grauer Vorzeit erheblich besser zeichnen konnte (ja, man verlernt es!), und nochmals nein, ich habe mit typischen Postkartenmotiven der Marke Bob Ross nichts am Hut. Mich interessiert es viel mehr, das ein oder andere Motiv meines Kopfkinos beim Lesen zu Papier zu bringen, und da ich bevorzugt Horror und SciFi auf dem Speiseplan habe… äh ja.

Das obere Motiv mit Mord und Totschlag ist meiner aktuellen Lektüre Cellars von John Shirley entkrochen, das untere ist mein zweiter Anlauf eines Motivs aus Andy Weirs The Martian. Ich habe noch viel Üben, Probieren und noch mehr Üben vor mir, als erste Ergebnisse bin ich mit diesen beiden Schnellschüssen allerdings gar nicht so unzufrieden. Und es bereitet mir deutlich mehr Vergnügen, als mich im Stundentakt über den neuesten Unfug in den Nachrichten aufzuregen.

Malen entspannt, sagt man. Stimmt. Sag ich.

erster-anlauf