Sind UFO-Piloten Sonntagsflieger?

How UFOs Conquered the WorldMeine aktuelle Lektüre ist das Sachbuch How UFOs Conquered the World: The History of a Modern Myth von Journalist und Dozent dieser Fachrichtung David Clarke, in dem das Augenmerk weniger auf der Geschichte bekannter und weniger bekannter UFO-Sichtungen liegt, sondern sich vor allem auf die Anhänger und Gläubigen dieser modernen Mythen und ihre Motivationen richtet. Auch wenn das stellenweise ein bisschen was vom Gaffen bei einer Massenkarambolage auf der nächsten Autobahn hat… so wie das Durchforsten des UFO-Tags auf WordPress. Die Szene ist auch hier nicht totzukriegen ^^

Natürlich wird auch das ein oder andere (scheunentorgroße) Logikloch des UFO-Glaubens unter die Lupe genommen, sehr zum feixenden Vergnügen des Lesers. Ich bin mir sicher, dass die Frage nach den extrem schwankenden Flugkünsten der kleinen grünen Männchen zumindest den SciFi-Fans unter uns nicht fremd ist ;)

The website of the US-based Center for the Study of Extraterrestrial Intelligence lists more than 200 examples of what it describes as ‘possible UFO/ET craft crashes and retrievals’ dating back to 10,000 BC. The frequency with which these highly advanced spaceships fall out of the sky highlights one of the many contradictions within the UFO syndrome. On the one hand the extraterrestrials are credited with magical abilities to appear and disappear at will. Their craft employ a method of propulsion that allows them to defy all the laws of physics. Yet when they reach Earth’s atmosphere their vessels are rendered less reliable than our own jet-propelled aeroplanes. I had always found it odd that an advanced alien civilisation that was capable of sending spacecraft across vast interstellar distances, having negotiated all the physical and biological hazards involved in such a journey, should suffer so many mishaps upon arrival.

Verwunderlich ist das aber nicht wirklich, wenn ich mir im Web aufzuspürende, heimlich gefilmte Szenen anschaue, die angeblich die Marsianer von nebenan beim Erreichen des Ausflugziels Erde zeigen…

mars-joint

Komplett auf Raketenstaub bekifft würde ich mein UFO auch nicht mehr sicher lenken können!

Advertisements

Mein Bücherjahr 2014

Dieses Jahr war nicht so ergiebig wie 2013, es hat diesmal nur zu 86 Titeln mit insgesamt 21018 Seiten Umfang gereicht. Das muss 2015 wieder dreistellig werden, geht ja gar nicht, sowas. Noch weniger geht, dass ich von dieser Auswahl gerade einmal drei Titel hier im Blog erwähnt habe  – das wird im nächsten Jahr besser. Und wenn ich schlimmstenfalls nur zwei Sätze aus den Hirnwindungen quetschen kann!

Eine detailierte Statistik findet man auf Goodreads, meiner liebsten Bücherwebsite überhaupt.

statistik-2014

Liebling des Jahres: Clive Barker | Weaveworld
Kein anderer Autor aus dem Bereich des Horror und der Urban Fantasy kann Clive Barker in Bestform das Wasser reichen, was er mir wieder einmal mit diesem düsteren und stellenweise sehr blutrünstigen Märchen für Erwachsene bewiesen hat. Allein schon sein Umgang mit den Worten ist ein Hochgenuß, eindringlich, plastisch, intensiv, dabei nie selbstverliebt schwurbelnd und immer im Dienste der Geschichte. Der Mann schreibt eindeutig in seiner eigenen Klasse. Continue reading „Mein Bücherjahr 2014“

Mein Bücherjahr 2013

Es wird Zeit, die kulturelle Bilanz des Jahres 2013 zu ziehen, mein Lesestoff darf den Anfang machen. Insgesamt 102 Titel von Kurzgeschichten bis massiven Briketts mit insgesamt 24.441 Seiten kamen dieses Jahr zusammen, überwiegend aus den Genres Science Fiction, Horror/Mystery und Thriller, mit ein paar strategisch eingestreuten Klassikern aller Geschmacksrichtungen. Stinker und Totalausfälle (1 bis 2 Sterne) gab es erfreulicherweise nur sehr wenige, insgesamt wurde mein Kopfkino mehr als zufriedenstellend gefüttert (Details können hier bestaunt werden).

statistik-2013

Die Enttäuschung des Jahres war ausgerechnet einer der klassischen Götter meines Lieblingsgenres Horror & Mystery, in Form der Gesamtausgabe von H.P. Lovecraft. Ich kannte bislang nur einzelne Geschichten und fand die durchgehend gut bis sehr gut, hatte dabei aber wohl schlicht Glück in der Auswahl gehabt. In geballter Form kam das Grauen leider in Gestalt eines ermüdenden Schreibstils in Kombination mit endlos wiedergekäuten Themen, die mir irgendwann als gedrehte Tentakel zu den Ohren herauskamen, die eines Cthulhu würdig wären. Hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet hier ein fieser Hype ganz alter Schule auf mich lauern würde.

Unter den Fünfsternern dürfen sich William Goldings „To the Ends of the Earth„, Steven Halls „Gedankenhaie„, Kurt Vonneguts „Mother Night“ und Hugh Howies Silo-Trilogie, bestehend aus „Wool„, „Shift“ und „Dust“ um den ersten Platz prügeln – ich seh mich außerstande, einem davon exklusiv das Krönchen des Jahresfavoriten aufzusetzen. Alle genannten haben mich mit Haut und Haar in ihre Stories eingesaugt, auf meinen Emotionen Polka getanzt und mit den letzten Sätzen zufrieden brummend wieder ausgespuckt. Besser geht’s nicht!

Das neue Jahr werde ich mit der ungekürzten Ausgabe von Stephen Kings „It“ einläuten, sozusagen zum Warmlesen. Geht ja gar nicht, dass mein altes deutsches Paperback um ca. 350 Seiten kürzer als das Original ist… und noch weniger geht, dass ich das bis vor kurzem gar nicht wußte! Dieser grandiose Mammutschinken kann doch gar nicht lang genug sein!


.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Von einer die auszog, nur ein wenig im SciFi-Sortiment zu stöbern…

…und um ein paar tausend Seiten Lesestoff reicher den Tab mit dem Shop schließen konnte. Megapacks sind böse. BÖSE. Tragen ein lächerliches Preisschild und sind bis zum Rand voll mit Stories bekannter und weniger bekannter Autoren, natürlich viele inzwischen in der Public Domain befindliche Stories, aber auch aktuellere Sachen. Und was hat dieser Haufen nun gekostet?

Zusammen dreifuffzich. Ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, selbst wenn die Hälfte der Stories Schrott sein sollte (was ich nach kurzem Überfliegen der Autorenlisten stark bezweifle). Wieder einer dieser Momente, in denen ich meinen Reader knutschen möchte, den Kaufpreis hat das Leuchtkarnickel nämlich schon längst wieder hereingeholt und ermöglicht mir chronisch finanzschwachem Menschen den reuelosen Genuß all der Literatur, die ich mir in Papierform und „O-Ton“ nie und nimmer leisten könnte. Da verzichte ich doch gern auf das heimelige Rascheln beim Umblättern.

Auch haben wollen?