Jinxed | Thommy Hutson (2018)

Eine literarische Hommage an den guten alten Teenie-Slasher-Film soll das hier also sein. Nach nicht einmal einem Viertel der Story geb ich altes Weib allerdings maximal genervt auf.

Acht gute Gründe, dieses Buch abzubrechen:

1. Sämtliches Personal im Buch ist sackdämlich und unsympathisch und kann gar nicht schnell und blutig genug sterben.

2. „The stranger rushed toward Sydney, frighteningly fast. Shocked and confused, she felt their fist connect with her throat, hard.“

3. „The stranger pulled a polished silver blade from under their dark overcoat.“

4. „It connected with the stranger’s chest and sent them staggering back toward the door.“

5. „The assailant fell hard onto their ass, and the knife slipped from their hand.“

6. „The stranger’s hold loosened in surprise. Sydney elbowed backwards, catching them in the gut. She felt a rush of breath on her neck, then they grabbed her again, threw her to the floor.“

7. „They pulled out the knife.“

8. „She charged with the metal-tipped canopy, nearly jabbing them, but they avoided the thrust.“

Ja leck THEM at ze Kappeschild, so eine gequirlte „neuenglische“ Kackgrammatik kann ich nicht lesen, ohne Seemannsknoten in die Hirnwindungen geklöppelt zu kriegen! Mir ist vollkommen wurscht, ob das rein technisch so korrekt ist oder nicht, lesbar ist es auf keinen Fall. Und weiß FSM nicht üblich, nach ein paar hundert Büchern im englischen O-Ton (mit ganzen Armeen angriffslustiger Unbekannter) kann mir keiner was anderes erzählen.

Sollte dieser Blödsinn (und ähnliche Sprachkapriolen) zum Standard werden, les ich irgendwann halt nur noch Stoff mit steigendem Mindestalter auf dem Buckel. Aus den guten alten Zeiten, als ein Autor für so ein sprachlich verhunztes Manuskript vom Lektor Prügel angeboten bekommen hätte.

Insgesamt muss ich zu dem ernüchternden Schluss kommen, dass Thommy Hutson schlicht nicht schreiben kann. Oder ich werd doch so langsam zu alt für den Scheiß…

★☆☆☆☆

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Feurio!

 

Da will ich heute nur meinen wohlverdienten Feierabend genießen, und dann brennt schräg vor meinem Balkon die Lagerhalle einer Schreinerei ab. So sehr ich auch seit meiner Kindheit von Feuer und Flammen fasziniert bin, so nah dran muss es dann auch wieder nicht sein…

Media Monday #353

Da ich heute nur faul auf dem Sofa herumlümmel und gelangweilt zwischen Netflix und Internet hin und her zappe, kann ich auch ja mal wieder ein bisschen was zum Media Monday von Wulfs Medienjournal dazusenfen. Wenn ich noch weiß, wie das geht…


1. An so einem verlängerten Wochenende mit Dreckswetter und einem Motivationslevel unterhalb der Frostgrenze weigere ich mich grundsätzlich, auch nur den großen Zeigezeh vor die Tür zu setzen.

2. Zombies und andere Wiedergänger sind inzwischen ausgelutschter als die Zitronenschnitze für meinen Earl Grey zum Frühstück. Damit lockt man zumindest mich nicht mehr aus dem Weltuntergangsbunker (ganz gaaaaanz wenige Ausnahmen bestätigen bloß die Regel).

3. Comedyhorrorautor Jeff Strand ist aus meinen persönlichen Favoriten absolut nicht mehr wegzudenken, schließlich gelingt es keinem anderen Schreiberling des fürchterbaren Genres dermaßen zuverlässig, mich gleichzeitig vor Vergnügen UND Entsetzen kreischen zu lassen. Was ich sehr genieße.

4. Es ist ja bei mir/uns regelrechte Tradition, dass der Blog monatelang brach liegt, nur um dann doch wieder in einem Strohfeuer an Aktivität aufzuflackern. Bin gespannt, wie lange ich diesmal durchhalte…

5. Diese ewigen Aprilscherze im Netz (und auch sonstwo) gehen mir einfach nur auf die Eierstöcke. Schon immer.

6. ____ ist ja eine dieser Meldungen, von der ich mir wünschen würde, es wäre mehr gewesen als bloß ein schlechter Scherz, schließlich ____ .

7. Zuletzt habe ich Man of Steel gesehen und das war ernüchternd, weil ich die ollen Filme mit Christopher Reeve sehr mag und trotz Vorwarnungen nicht darauf vorbereitet war, wie unglaublich schlecht diese Version des außerirdischen Helden in stahlblauen Strumpfhosen ist.

The Terror (Trailer & Featurette)

Passend zum diesjährigen Frühlingswetter ist auf Amazon Prime die Verfilmung von Dan Simmons History-Horror-Roman The Terror abrufbar, jeweils montags dienstags mit einer neuen Episode. Und die beiden bislang veröffentlichten Folgen machen mir durchaus Lust, mehr Zeit mit den im Packeis gestrandeten Seeleuten zu verbringen, in klirrender Kälte und mit einer mysteriösen Bedrohung am Hacken, die schon bald beginnt, die Besatzungen der beiden Schiffe HMS Terror und Erebus zu dezimieren.

Mich hat ja nur schon die Beteiligung von Jared Harris als Kapitän der Terror zum Anschauen verleitet (Seebären kann er!), mit den zusätzlichen Zückerchen Ciaràn Hinds als Expeditionsleiter Sir John Franklin und Ridley Scott als Produzent. Da kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen.

Ok, außer einem Cameo der Titanic vielleicht…

The Terror anschauen ➽