Nightmare on Elm Street 2 – Freddy’s Revenge (USA, 1985)

Wäre ich nicht so unglaublich bereitwillig der Wochenendfäule erlegen, würden hier schon drei weitere Portionen Senf zu meinem Horrorctober-Filmfestival bereitstehen. Ich bin ja schon ganz stolz, überhaupt den Hintern für den zweiten Teil der Nightmare-Reihe um Schaschlikprofi Freddy Krueger hochzubekommen…

nmoes2

„There’s something inside of me.“

Aber hallo, und was da im Magen grummelt ist ganz gewiss nicht der Cheeseburger vom schmierigen Imbiß um die Ecke! Nein, es ist Freddy Krueger, den es wieder in die heile Welt zarter Teenieseelen drängt, und der sich zu diesem Zweck diesmal als Bodysnatcher betätigt. Das auserkorene Opfer ist Jesse, ein harmloses Würstchen mit schlechtem Musikgeschmack und lieber Freundin, der sich alsbald an den unmöglichsten Orten aus garstigen Träumen gerissen wiederfindet und den Bodycount an seiner Highschool gepflegt in die Höhe treibt. Was er natürlich nicht hinnehmen kann, und darob mit tatkräftiger Unterstützung seiner rothaarigen Flamme den Kampf mit dem wortwörtlich inneren Dämon aufnimmt.

Auch die männliche Intimrasur will gelernt sein…

Und wieder schlägt Freddy zu, und wieder macht es mir sehr viel Spaß, ihm beim kreativen Teeniemetzeln zuzuschauen :)  Es fängt schon in den ersten Minuten prima an, die Fahrt im Schulbus straight from Hell macht Laune, und es wird auch gleich klar gemacht, dass diesmal ein wenig an der typischen Rollenverteilung im Horrorfilm gedreht wurde. Jesse versteckt sich nämlich jippend und winselnd hinter seinen Mitfahrerinnen, und auch im weiteren Verlauf des Films braucht es diverser Arschtritte durch seine Freundin, damit er sich zusammenreißt und Freddy die Stirn bieten kann.

Davon abgesehen erscheinen mir hier generell die Jungs selbst für einen 80s-Film mit einer ausgesprochen zarten Seite ausgestattet, z.B. das überaus peinliche Limahl-Poster im Jugendzimmer der kurz darauf dahingemeuchelten Sportskanone lässt mich immer wieder breit grinsen. Ok, es war das Jahrzehnt der Spandexhosen und Fönfrisuren für den Herrn, aber selbst dafür ist das schon ziemlich dick aufgetragen! Ich erspare mir aber die Mühe irgendwelcher Psychologisiererei und erfreue mich einfach daran, dass hier zumindest gefühlt überwiegend die Jungs die hysterisch kreischenden Opfer Freddys sind. Selten genug, sowas.

Fazit: an den deutlich düstereren ersten Teil kommt „Freddy’s Revenge“ natürlich nicht heran, aber als kurzweiliger Horrorspaß schlägt er sich auch heute noch wacker. Popcorn!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s