Devil (USA, 2010)

Mit Devil von Regisseur John Erick Dowdle und einer Story von M. Night Shyamalan geht mein Horrorctober nun richtig los, gleichzeitig ist es auch der erste für mich unbekannte Film auf meiner Liste und damit fast schon eine Rarität. Nicht etwa, dass ich so gut wie alles aus dem Genre kennen würde, aber für diese Blogparade habe ich mir doch überwiegend alte Lieblinge herausgesucht, um sie genüsslich zu zelebrieren.

devil-poster

„Oh, this is not good…“

Das können die fünf Fahrgäste eines stecken gebliebenen Fahrstuhls in einem schön hohen Wolkenkratzer allerdings laut sagen. Die Kabine ist eng, die Musikberieselung eine Zumutung, und die Antipathien sprießen von Anfang an wie liebevoll gegossenes Unkraut. Als dann noch der Strom ausfällt und in der Dunkelheit das erste Opfer niedergestreckt wird, kippt die Stimmung zusehends in aggressives Misstrauen gegen alle und jeden. Während im engen Stahlverlies fröhlich 5 kleine Negerlein gespielt wird, versuchen die Wachmannschaft, ein engagierter Polizist und die Jungs von der Feuerwehr das Drama zu beenden, bevor niemand mehr übrig ist, der ihnen dafür danken kann. Was natürlich alles andere als reibungslos abläuft.

Gehört und gelesen hatte ich über diesen Film schon einiges, vor allem, wie unglaublich großzügig er sein Thema verschenken würde. Man wüsste schließlich von Anfang an, dass der Teufel höchstpersönlich seine Hufe im Spiel hat, womit es folglich auch kaum Spannung und Rätselraten über die Geschehnisse geben könnte. Ja nun, bei dem Titel und dem Poster würde ich mich als Zuschauer schon ein wenig veräppelt fühlen, wenn man die Hälfte der Laufzeit so tun würde, als ob es jemand anders sein könnte!

Ich hatte also durchaus meinen Spaß, Panik im Fahrstuhl geht eigentlich immer :)  Die mir allesamt unbekannten Darsteller sind mehr oder weniger solide in ihren sehr klischeebehafteten Rollen, große Kunst hatte ich aber auch nicht erwartet, für ein solches Filmchen passt das schon. Der einzig echte Kritikpunkt ist für mich, dass ich von Anfang wußte, wer Beelzi ist, weil ausgerechnet dieser Darsteller seine Rolle viel zu auffällig schräg unauffällig angelegt hat. Aber wurscht, die wohldosierten Schreckmomente haben mich meist zusammenzucken lassen, es gab erfreulich wenige Szenen, die sich zogen, und insgesamt ist das ein unterhaltsamer, kleiner Horrorfilm, der in gestraffter Fassung auch wunderbar in die Twilight Zone gepasst hätte.

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4 thoughts on “Devil (USA, 2010)

  1. Den konnte ich letztes Jahr bei Watchever sehen – eigentlich fand ich den recht gut. Im Vergleich zu dem Strutz, den sie sonst so hatten. Und ich wusste auch wer Luzi ist – trotzdem ganz gut gelöst, einen Film auf so engem Raum zu drehen…

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