The Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 1 (USA, 2011)

Nein, mir geht es gut, weder Lobotomie noch Hirnschlag haben mich ereilt — ich war nur gestern zusammen mit einer Freundin in bester Lästerlaune, als uns beim Durchscrollen der Netflix-Neuheiten dieses Machwerk ins Auge sprang und spontan zum perfekten Opfer erklärt wurde. Keine von uns zwei beiden ist über die Lektüre der Klappentexte der zugrunde liegenden Romane hinausgekommen (frau muss an die geistige Hygiene denken), genauso wenig war uns mehr als die Trailer der vorherigen Filme der Reihe bekannt.

Eine Inhaltsangabe lässt sich in einem Satz zusammenfassen: dummer Werwolf ist eifersüchtig auf noch dümmeren Vampir, der ein hoffnungslos verblödetes Menschenweibchen erst heiratet, dann heftigst begattet, um sich dann zu wundern, wie mit dem bissigen Braten im Ofen zu verfahren ist. Mehr passiert im Verlauf von knapp zwei Stunden nicht, ehrlich. Den Prozeß des Drehbuchschreibens kann man sich wohl getrost so vorstellen:

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Zicke zacke Vampirkacke!

Die Darsteller, die namentlich zu erwähnen die Anstrengung des Nachschauens nicht wert sind, entsprechen dem Material, sind diese doch allesamt unter der Rubrik „blasse, lauwarme Feuchthygienetücher“ einzuordnen. Null Talent, null Austrahlung, null Gesichtsausdrücke. Wirklich, NULL. Zero. Nix. Nada. Niente. Scheißegal, ob das Dummchen den angeblich besten Fick ihres Lebens hinter sich hat oder vom Vampirbalg von innen zernagt wird, die Jungs um Ehre und Taschengeld kämpfen oder so tun, als ob sie schon Sackhaare hätten – es rührt sich nichts in den Visagen. Die haben allesamt eine fest installierte Werkseinstellung, und an der darf nicht geschraubt werden. Vielleicht verfällt dann ja die Garantie, keine Ahnung.

Die CGI-FX sind übrigens kein Deut besser als die Nulpen, denen sie übergeholfen wurden, allein schon der Anblick der digitalen Werwölfe ließ die Pickel am Gesäß hörbar sprießen. Die Kunst, Schäferhunde so zu verkleiden, dass sie wie garstig grauslige Biester wirken, ist wohl verschütt gegangen. Wieder einer dieser vielen Momente, in denen ich die Pfeife erwürgen möchte, die für den Untergang guter Handarbeit im Filmgewerbe verantwortlich ist. Irgend jemand muss ja als erster auf den blöden Gedanken gekommen sein, dass Computerspielgrafiken besser sind als ehrliches Handwerk!

Das wahre Drama ist aber ein anderes: die ganze Chose ist dermaßen öde, egal und mit Blick auf das Aufmerksamkeitsvermögen pupertierender Eintagsfliegen gemünzt, dass wir nicht einmal Material zum sportlichen Lästern hatten! Es passiert ja nix! Zwei Stunden lang in Zeitlupe auf der Stelle treten wie hier lassen einen „Sharknado“ dagegen wie Shakespeare für Freunde der gehobenen Unterhaltung wirken! Da kriegt man doch Zweifel am Gesamtzustand der Kinokultur, wenn so ein Rotz kleinen Mädchen und creepy Twilight-Moms ein selig verzücktes Grinsen im Gesicht und untenrum feuchte Schlüppis beschehrt.

Fazit: das war nicht nur Lebenszeitverschwendung, sondern auch fahrlässiger Hirnzellenmord und ein guter Grund zur nächsten Flasche mit Schwarzwälder Feuerwasser in Reichweite zu greifen. Es gibt Dinge, die müssen einfach ausgebrannt werden.

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Was haben wir uns da nur angetan…
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