Media Monday #212

Mein letzter Media Monday war die Nummer 173… Soviel also zum leidigen Thema „Die Motivation, das unbekannte Wesen“. Lasst mich den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten…

1. Maqbool aka den indischen Macbeth hätte man kaum besser drehen können, schließlich ist die kackfreche Kreuzung aus Shakespeare, Bollywood und Pate nicht nur äußerst gelungen, sondern auch ein vollkommen logischer Schritt. Wo sonst traut man sich denn heute noch, bei solchen Stücken hemmungslos und volle Kanne auf die inszenatorischen Dramadrüsen zu kloppen?

2. Die Vorzüge von reinen Procedurals mit Fall der Woche gegenüber den Serials mit fortlaufender Handlung erkenne ich vor allem in älteren Serien, wie z.B. dem von mir immer noch heiß geliebtem Columbo. Habe ich Lust auf ein oder zwei Episoden, an die ich mich nur noch dunkel erinnern kann, muss ich nicht gleich die halbe Staffel schauen, um den Kontext der Stories zu raffen.

3. Das Degenduell im Hofnarr ist regelrecht episch, denn wie Danny Kaye und Basil Rathbone sich hier die Klingen um die Ohren dreschen, ist die perfekte Kombination aus Tempo, Witz und Können. Kayes ständiges wechseln zwischen Tölpel und Superfechter alleine ist großes Tennis :D

4. Life on Mars und Ashes to Ashes könnte ich mir ja immer wieder ansehen, doch ab und zu verlangen dann auch andere Serien nach ihrem Recht. Oder gar diese seltsame Welt da draußen vor den Fenstern…

5. Allein [durch] die Dialoge bringen meine liebsten Komödien mich an den Rand eines gepflegten Zwerchfellrisses, die wahren Meister brauchen dafür nicht mehr.

6. Damit Filmmusik mir so richtig gut gefällt, muss sie zum Film passen. Mehr nicht.

7. Zuletzt habe ich Serial Mom gesehen und das war recht ernüchternd, weil der Film deutlich schlechter gealtert ist, als ich ihn in Erinnerung hatte.

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9 thoughts on “Media Monday #212

  1. Hah – Du kennst Ashes to Ashes!!! Habe noch nie jemand getroffen der die Serie kennt. Ich habe sie per Zufall entdeckt und liebe sie <3
    Hoffe, Dir geht es genauso?

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  2. Toller Tipp mit Maqbool, da Macbeth mein Lieblingsstück ist, werde ich mir den Film näher ansehen. Bin übrigens auch Columbo Fan und gucke gerade die vierte Staffel. Es ist so schade, dass der letzte geplante Columbo nie umgesetzt wurde. Was hälst Du von Mark Ruffalos Idee Columbo wieder aufleben zu lassen? Er würde ihn gerne spielen. Ich könnte ihn mir in der Rolle gut vorstellen.

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    1. Freut mich, dass der Filmtip auf fruchtbaren Boden fiel, als Macbeth-Kenner solltest du besonders viel Vergnügen mit dieser Adaption haben. Hoffe ich jedenfalls :)

      Aber die Idee einer Wiederbelebung von Columbo dagegen lässt mich spontan nach einer schönen, großen Axt suchen. Ich glaub im Keller steht eine. Ernsthaft, das geht gar nicht. Columbo mit all seinen Marotten gehört Peter Falk, und dieser großartige Charakter wurde mit seinem Darsteller zu Grabe getragen. Jeder Versuch, jemand anders den zerknitterten Mantel tragen zu lassen, wäre für mich auf einem Level mit Leichenschändung der übelsten Sorte :/

      Aber für mich gibt es ja auch nur einen Kirk, Spock, Pille, Scotty etc. Die üblichen Remakes ideenloser Hollywoodheinis sind schon schlimm genug, aber dieser Drang zum „Reboot“ ohne Rücksicht auf Ikonen der Popkultur geht mir noch mehr auf die Eierstöcke.

      Oder ich bin einfach zu alt für den Scheiß… *seufz*

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      1. Ich mußte erst drüber nachdenken, warum mich ein „neuer“ Columbo nicht stören würde. Ich denke, ich sähe es nicht als Reboot an, sondern als Weiterführung. Auch wenn ich Peter Falk als den ultimativen Columbo sehe, so ist es doch schade, wenn dieser fantastische Charakter keine weiteren Fälle lösen kann. Wenn Douglas Wilmer der einizige Holmes Darsteller geblieben wäre oder Sean Connery der einzige James Bond, dann hätten wir viele spannende und gute Filme verpaßt. Ich bin generell auch eher gegen Neuauflagen und Abrams‘ Star Trek Verwurstung ist ein wunderbares Beispiel dafür wie schlecht so etwas aussehen kann, aber Columbo würde ich sehr gerne weiterleben sehen. Und Mark Ruffalo paßt wie Faust aufs Auge.
        *duckt sich um der schwingenden Axt zu entgehen* ;-)

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        1. Nein nein nein, die Axt ist ideenlosen Drehbuchautoren und deren Geldgebern vorbehalten ;)

          Für mich ist Columbo aber in einer anderen Ecke zuhause als Bond und Holmes, deine beiden Beispiele erfolgreich wechselnd besetzter Charaktere. Sherlock Holmes Eigenleben als literarische Figur ist schon kaum zu bändigen, da ist es nur logisch, dass auch in Theater, Film und TV immer wieder auf diesen Stoff zurückgegriffen wird, und in den besten Fällen neue Facetten ans Tageslicht kommen. Auch Bond hat seine Wurzeln in der Literatur, wenn auch längst nicht so schillernd, und hat das Spiel mit den verschiedenen Darstellern imho fast schon zur Kunstform erhoben. Da passt es für mich einfach, wohl auch, weil diese Wechsel nie mit Jahrzehnten Pause belastet waren.

          Columbo dagegen ist erst durch Peter Falks Darstellung in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gerückt, er hat ihn von A bis Z definiert und dermaßen geprägt, dass ich mir nicht nur beim besten Willen niemand anders in der Rolle vorstellen kann, sondern (mit verschränkten Armen und bösem Blick) auch nicht will. Ganz egal, wie hoch die Ähnlichkeit und der gute Vorsatz auch sein möge.

          Gefällt 1 Person

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