Mein Bücherjahr 2013

Es wird Zeit, die kulturelle Bilanz des Jahres 2013 zu ziehen, mein Lesestoff darf den Anfang machen. Insgesamt 102 Titel von Kurzgeschichten bis massiven Briketts mit insgesamt 24.441 Seiten kamen dieses Jahr zusammen, überwiegend aus den Genres Science Fiction, Horror/Mystery und Thriller, mit ein paar strategisch eingestreuten Klassikern aller Geschmacksrichtungen. Stinker und Totalausfälle (1 bis 2 Sterne) gab es erfreulicherweise nur sehr wenige, insgesamt wurde mein Kopfkino mehr als zufriedenstellend gefüttert (Details können hier bestaunt werden).

statistik-2013

Die Enttäuschung des Jahres war ausgerechnet einer der klassischen Götter meines Lieblingsgenres Horror & Mystery, in Form der Gesamtausgabe von H.P. Lovecraft. Ich kannte bislang nur einzelne Geschichten und fand die durchgehend gut bis sehr gut, hatte dabei aber wohl schlicht Glück in der Auswahl gehabt. In geballter Form kam das Grauen leider in Gestalt eines ermüdenden Schreibstils in Kombination mit endlos wiedergekäuten Themen, die mir irgendwann als gedrehte Tentakel zu den Ohren herauskamen, die eines Cthulhu würdig wären. Hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet hier ein fieser Hype ganz alter Schule auf mich lauern würde.

Unter den Fünfsternern dürfen sich William Goldings „To the Ends of the Earth„, Steven Halls „Gedankenhaie„, Kurt Vonneguts „Mother Night“ und Hugh Howies Silo-Trilogie, bestehend aus „Wool„, „Shift“ und „Dust“ um den ersten Platz prügeln – ich seh mich außerstande, einem davon exklusiv das Krönchen des Jahresfavoriten aufzusetzen. Alle genannten haben mich mit Haut und Haar in ihre Stories eingesaugt, auf meinen Emotionen Polka getanzt und mit den letzten Sätzen zufrieden brummend wieder ausgespuckt. Besser geht’s nicht!

Das neue Jahr werde ich mit der ungekürzten Ausgabe von Stephen Kings „It“ einläuten, sozusagen zum Warmlesen. Geht ja gar nicht, dass mein altes deutsches Paperback um ca. 350 Seiten kürzer als das Original ist… und noch weniger geht, dass ich das bis vor kurzem gar nicht wußte! Dieser grandiose Mammutschinken kann doch gar nicht lang genug sein!


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5 thoughts on “Mein Bücherjahr 2013

  1. Wow, so viele Titel in nur EINEM Jahr?!! Puh, ich sollte wieder mehr lesen…
    Was ich spannend finde, ist, dass du durchaus nicht jedem Buch eines Autors dieselbe Bewertung gibst. Es gibt ja durchaus auch Fans, für die dann JEDES Buch vom Lieblingsautor natürlich großartig ist.
    Das Buch von Roger Ebert (R.I.P.!) würde mich als Laien-Filmkritikerin ja auch interessieren, und auch ein paar der anderen Bücher/Geschichten klingen recht vielversprechend.
    Weil du Stephen King erwähnst: eine Freundin (hat ALLE Bücher von ihm gelesen) hat ihn im November live in München erlebt – an ihrem Geburtstag! :)

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    1. Jeder Autor (jeder Künstler!) hat große und weniger große Momente, das zu erkennen und auseinanderzuhalten ist mir bei allem „Fangirling“ schon wichtig. Je größer meine generelle Begeisterung für einen Autoren, z.B. Stephen King, desto härter trifft mich natürlich ein enttäuschendes Leseerlebnis. Dem nächsten Werk werde ich trotzdem entgegenhecheln, die Chance auf ein positives Urteil ist erfahrungsgemäß ja recht hoch. Man muß schon eine ganze Reihe Stinkbomben übelster Machart zünden, um meine Gunst dauerhaft zu verlieren.
      Und sollte der Stephen sich irgendwann mal nach Berlin verirren, werd ich mir das nicht entgehen lassen. Ganz egal, ob ich auf sein letztes Buch geflucht hab oder nicht!

      Ach ja, Roger Eberts filmische „Hassliste“ kann ich nur empfehlen, selbst die Verrisse des ein oder anderen von mir geliebten Films waren amüsant zu lesen. Ein solcher Meister des Formulierens geistreicher Ohrfeigen darf das :)

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    1. Ein ständig an der Frau getragener eReader hilft ungemein, auf so eine Menge Lesestoff in einem Jahr zu kommen. Und meine Angewohnheit, das Teil auch in langsamen Supermarktkassenschlangen und ähnlich tödlich langweiligen Lebenslagen zu zücken ;)

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