Knick in der Optik

Falls es überhaupt jemanden interessiert: es gibt mich noch. Der Blog liegt nur mal wieder brach, weil ich zwischen keine Lust, keine Zeit und seit letzter Woche auch noch krank pendel. Ich hasse diese heftigen Erkältungen, die sich nicht entscheiden können, ob sie voll erblühen oder eher im Dunklen lauern wollen!

Aber so kann ich es wenigstens auf die entzündeten Äuglein schieben, dass ich an Berlins Rotem Rathaus die ein oder andere Umbaumaßnahme durchgeführt habe… Wenn man sich im Strich vertut, muss man halt zum Architekten mutieren. Eiskalt :)

Schwarze Katze, erster Versuch

Vom Größenwahn gepackt habe ich mich vorhin an einem Portrait meiner schläfrig herumlümmelnden Mitbewohnerin versucht. Und musste erst einmal feststellen, dass ich a) ums verrecken keine Lebewesen zeichnen kann, und es b) ziemlich fiese ist, wenn das Motiv dann auch noch ein zusammengerolltes, schwarzes Fellknäuel ist…

Abstrakter will es mit den Miezen auch nicht so Recht klappen, was mich natürlich nicht abschreckt, sondern erst Recht bockig werden lässt. Ich werd die Viecher irgendwann hinkriegen. Und wenn es im Picasso-Style ist!

Die 5 besten Zeichentrickfilme

Besser selten und das auch noch zu spät als nie, drum gibt es auch hier zu meiner eigenen Überraschung endlich wieder einmal fünf Antworten auf das wöchentliche Filmstöckchen der ergothek. Ist aber auch einfach zu beantworten, welche Zeichentrickfilme sich in meinen Top 5 drängeln (alphabetisch sortiert):

The Emperor’s New Groove (Ein Königreich für ein Lama; Mark Dindal, USA 2000)

Ich vergebe in dieser Liste zwar keine Platzierungen, aber gleich die erste Nennung hat gute Chancen auf die oberste Stufe im Treppchen. Die Guten und die Bösen sind hier gleichermaßen Lieblinge und toll besetzt (besonders Eartha Kitt als garstige Yzma ist schlicht sensationell), die Gagdichte lässt kaum Luft zum Atmen, es gibt nur eine Gesangseinlage, und die stemmt im Intro very groovy Tom Jones, und auch sonst finde ich hier rein gar nichts zu bemeckern. Und hab ich schon erwähnt, dass Yzma rockt??

 

The Iron Giant (Der Gigant aus dem All; Brad Bird, USA 1999)

Das klassische Thema des kleinen, nerdigen Jungen ohne Freunde, dem das Schicksal schließlich einen Freund zur Seite stellt, der ein klein wenig anders ist, aber dafür wirklich toll. In diesem Fall riesiger-Roboter-aus-dem-All-toll. Und das mitten im Kalten Krieg, was natürlich für jede Menge Aufregung sorgt. Der Schluß packt mich immer wieder… „Superman…“ und schon geh’n die Schleusen auf. Funktioniert je-des-mal.

 

Lilo & Stitch (Dean DeBlois, Chris Sanders, USA 2002)

Da hat Disney es doch wirklich geschafft, einen Film über Familie und Zusammenhalt in schweren Zeiten zu machen, der erfreulich kitschfrei und dazu zum Brüllen komisch ist. Das rüpelige, blaue Knuffelalien Stitch hat bis heute seinen festen Platz unter meinen liebsten Trickfilmgestalten, den muss man doch einfach lieb haben :)

 

When the Wind Blows (Wenn der Wind weht; Jimmy T. Murakami, UK 1986)

Das Schicksal eines liebenswürdigen, britischen Rentnerehepaars nach dem Atomschlag, minimalistisch gezeichnet und mit aller Konsequenz erzählt. Ich habe nie wieder ein dermaßen still verheultes Kinopublikum wie nach diesem Film erlebt. Und meine zarte Teenieseele hatte einen Knacks fürs Leben weg.

 

Yellow Submarine (George Dunning, UK 1968)

Tolle Musik, großartig schräg illustriert (oder andersrum?), dazu mit den Blaumiesen herrlich bekloppte Bösewichte — so und nicht anders lass sogar ich mir die Beatles gefallen. Immer wieder ;)

Chaosküche

Zeit für ein Geständnis: aus mir wird in diesem Leben kein ordentlicher Mensch mehr. Zum Beweis präsentiere ich diese schnell hingepftuschte Skizze meiner Küchenecke… der Verhau hat immerhin den Vorteil, jede Menge Details zum krumm zeichnen anzubieten *ahem*

Was ich mir bei der Positionierung des Wasserhahns gedacht habe, kann ich allerdings selber nicht nachvollziehen. Eigentlich hat der nicht die Aufgabe, die Bude zu fluten, so praktisch das fürs Bodenwischen auch wäre…

kueche-skizze