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Media Monday #173

Nach langer Abstinenz aufgrund einer Kombination aus Bloggerhemmung und generalverkacktem Providerumzug hoffe ich sehr, hier wieder in die Gänge zu kommen. Mal wieder etwas zum Media Monday beizutragen, ist da doch schon mal ein guter Anfang. Erst recht, wenn ich ausgiebig meckern darf…

1. Nicht zum ersten Mal habe ich der Serienfigur Clara Oswald (Doctor Who) den Tod gewünscht, weil diese sackdämliche, egozentrische und überaus nervtötende zuckerschnutige Plantschkuh mein Aggressionslevel auf ungekannte Höhen pusht. Der Serie kann ich erst dann wieder eine Chance geben, wenn die weg vom Fenster ist (möglichst von einem Dalek oder Cyberman zermatscht). Und keinen Moment früher!

2. Jean Reno habe ich früher echt gemocht, aber ihre/seine neue(re)n Filme enttäuschen mich fast ausnahmslos und haben mir die Hoffnung auf eine Rückkehr zu alter Form genommen. Äußerst schade, das.

3. Die Übernahme Doctor Who‘s durch Showrunner Stephen Moffat zur fünften Staffel zog einen so gravierenden stilistischen Bruch nach sich, dass ich seitdem mit der Serie auf Kriegsfuß stehe. Es gab zwar noch ein paar gute Momente, aber Moffats Vorgänger Russell T. Davies und der unter seiner Regie fantastischen Serie heule ich immer nachdrücklicher hinterher.

4. Aus Donnie Darko wurde im Extended/Directors Cut ein ganz anderer Film, denn es wurde für meinen Geschmack zuviel gezeigt und erklärt (oder versucht) und damit die wunderbare Atmosphäre des Originalcuts zerstört. Manchmal ist weniger wirklich mehr.

5. The Walking Dead hat mich ja thematisch sehr gereizt, allerdings habe ich nach der Mutation zu Waltons mit Zombies in der zweiten Staffel nach der Hälfte die Lust am weiterschauen verloren. Und bis heute nicht wiedergefunden.

6. Dank eines geradezu überschwenglichen Artikels bei Spiegel Online zum deutschen Serienstart bin ich überhaupt erst auf Sherlock und damit auch auf dieses seltsame Schauspieleralien von einem Planeten irgendwo im Katzenkopfnebel in der Hauptrolle (das war jedenfalls meine erste Reaktion auf den ungewohnten Anblick) aufmerksam geworden. Zum Glück, denn der Herr Cumberbatch hat mir seitdem schon viele Stunden feinster Unterhaltung in Film, TV, Radio und als erstklassiger Vorleser diverser Literatur beschert.
(Ja, ich weiß, vollkommen unerwartete Antwort von mir… *gg*)

7. Zuletzt gesehen habe ich Flushed Away und das war spaßiger als erwartet , weil ich über den Film nichts wusste und rein vom Look der (geschenkten) DVD auf kindische 08/15-Stangenware getippt hätte. Weit gefehlt, wie ich entzückt feststellen durfte. Selbst Jean Reno als französischer Schurkenfrosch mit seiner Gang von Henchfrogs konnte punkten. Und mit Verlaub: Nacktschnecken rocken!

Tom & Viv

Tom and Viv (BBC Hörspiel)

Und wieder einmal hat BBC Radio 4 Extra in den Archiven gewühlt und ein interessantes Hörspiel von 2011 mit Benedict Cumberbatch in einer der Hauptrollen recycelt. Diesmal das Literatenehedrama Tom and Viv, nach einem Theaterstück von Michael Hastings und mit Lia Williams in der weiblichen Hauptrolle.

Hab ich Literatenehedrama geschrieben? Es geht um die alles andere als einfache Beziehung des Poeten T.S. Eliot und seiner ersten Gattin, Vivienne Haigh-Wood, die milde ausgedrückt im Desaster endete. Mentale Instabilität auf der einen Seite, mangelnde Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit derselben auf der anderen — diesen Stoff hört man kaum nebenbei, während man die Wäsche bügelt oder die Katze striegelt, Konzentration auf Seiten des Hörers ist durchaus angebracht. Lohnt sich aber!

Der Stream ist noch (inkl. heute) sieben Tage abrufbar:

Tom and Viv (90 Min.) ➽

 

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Ice Ice Baby, Cumberquatsch Edition

Die wie ein eiskalter Steppenbrand durchs Netz rasende Ice Bucket Challenge hat für den guten Zweck mit Benedict Cumberbatch ihr nächstes, zuletzt durch Tom Hiddleston nominiertes Opfer erwischt. Er hat zwar länger als die im Reglement vorgesehenen 24 Stunden zur Veröffentlichung des Videos gebraucht, aber dafür gibt es auch mehr als nur einen Kübel Eiswasser auf die Birne.

Zurücklehnen und genießen ;)

Aber wäre es nicht viel schöner, wenn so eine Challenge die Promis dazu anhalten würde, etwas cleveres zu machen? Gegen z.B. eingeseift Shakespeare in der Dusche rezitieren hätte ich jetzt ja auch nix einzuwenden gehabt…

 

Edit: natürlich gibt es dazu passend auch Otters Who Look Like Benedict Cumberbatch Doing The Ice Bucket Challenge! *ROFL*

nin woodstock '94

Nine Inch Nails live at Woodstock ’94

Heute wird ausnahmsweise in der Rubrik Song des Tages ein ganzes Konzert abgefeiert, zu sehr begeistert mich auch 20 Jahre nach einem langen Wochenende vor der heimischen Glotze und heißlaufendem Premiere-Receiver der absolute Höhepunkt der Woodstock-Wiedergeburt in Gestalt von fünf prächtig herumlärmenden und -hüpfenden Schlammspringern aka den damals noch nicht (fast) jedermann bekannten Nine Inch Nails. Für mich ist das immer noch ein ganz besonderes Leckerli, hatte ich sie doch im selben Jahr auch in sehr kleinem Rahmen in München gesehen — erste Reihe Mitte, blaue Flecken galore, klatschnass geschwitzte Klamotten in kalter Nacht, eine unter vollem Körpereinsatz meinerseits (erwähnte ich schon die blauen Flecken?) ergatterte Keyboardtaste von Trent fest unklammert — und schwelge mit diesem Konzert fast schon ein bisschen ekstatisch in Erinnerungen an dieses auf ewig in meinen Top 5 festgenagelte Konzerthighlight.

LAUT hören!!

 

Setlist:

Pinion – 0:00
Terrible Lie – 3:55
Sin – 9:14
March Of The Pigs – 13:27
Something I Can Never Have – 17:21
Closer – 23:51
Reptile – 30:29
Wish – 36:55
Suck – 40:34
Burn – 45:08
The Only Time – 50:20
Down In It – 55:51
Dead Souls – 1:01:24
Help Me I Am In Hell – 1:07:08
Happiness In Slavery – 1:10:03
Head Like A Hole – 1:15:29


Nachtrag: aber ja doch, selbstverständlich halte ich die damals ergatterte Keyboardtaste nach wie vor in Ehren! Die liegt mit lauter anderen NIN-Devotionalien aus ca. 24 Jahren mehr oder weniger heftigem Fandasein in meinem… ähm… Couchtisch unter Glas. Jeder Nachmittagstee am Wochenende oder im Urlaub ist so was ganz besonderes ;)

nintastic

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Bestatter in Nöten: This Way Up

Das Leben als Bestatter könnte so beschaulich sein, wenn da nicht die lästige Kundschaft wäre… die man im äußersten Notfall nicht nur sicher durch die Botanik, sondern auch die Unterwelt geleiten muss, bis man sie (un)sanft zur letzten Ruhe betten kann. Zumindest diese beiden Herren nehmen ihre beruflichen Pflichten ernst und tun, was getan werden muss.

Die Oscar-Nominierung war verdient, wenn es nach mir geht :)

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Kate Bush | Experiment IV

Wurde eigentlich irgendwann erklärt, wann und wie bei Dr. House der Grundstein für seine mannigfaltigen Persönlichkeitsdefizite und -störungen gelegt wurde? Nein? Dann sollten Interessierte dieses bereits vor vielen Jahren aus den Tiefen britischer Geheimdienstarchive geschmuggelte (und leider alsbald in Vergessenheit versunkene) Video anschauen, in dem das grausige Schicksal des frisch zum Assistenten eines betriebsblinden Wissenschaftlers ernannten Gregory House für die Nachwelt aufgezeichnet wurde. Wenigstens hat er das Drama, im Gegensatz zu seinen Kollegen und Vorgesetzten, überlebt…

We only know in theory what we are doing
Music made for pleasure
Music made to thrill
It was music we were making here until

They told us, all they wanted
Was a sound that could kill someone
From a distance, so we go ahead
And the meters are over in the red
It’s a mistake in the making

wanted-feat

Haltet den Dieb!

Ich könnte kotzen. Knochen sogar.

Da hüppel ich heute Morgen an meinen Krücken beim Umsteigen im U-Bahnhof hungrig an den Brötchenstand, jongliere mit Gehhilfen und Geldbeutel und stopfe den Kindle eReader mangels einer dritten Hand in den Rucksack, und in den zwei Sekunden Ablenkung (und Vorfreude auf das leckere Frühstück in der braunen Papiertüte) beim Bezahlen bekommt mein geliebtes Elektrobuch erst eine kalte Hand (vermute ich mal) und dann verdammt schnelle Beine.

blow-him-upWas ich diesem diebischen Arschloch an das selbige wünsche, lasse ich lieber unerwähnt. Dem netten Beamten im Polizeirevier habe ich meine erschreckend detaillierten Phantasien auch lieber erspart und stattdessen hart daran gearbeitet, nicht bei jeder Erwähnung der entwendeten Miniaturbibliothek in unangebrachte Heiterkeit auszubrechen. Aus dem eReader wurde trotz meiner möglichst unauffällig eingestreuten Hinweise auf die korrekte Aussprache nämlich konsequent ein Raider, und mein nächstes, noch viel tolleres Elektrobuch wird dann aus naheliegenden Gründen wohl Twix heißen. Um es mit Angie zu sagen: alternativlos.

Was ich nun, nach vielen Stunden und halbwegs wieder abgeregt feststellen muß: der Verlust des Technikspielzeugs ist nicht einmal das, was so richtig schmerzt. Die Beule im Stolz pocht viel fieser, der Frust, so einfach übertölpelt werden zu können, ohne wenigstens den Versuch unternommen zu haben, dem Halunken die Krücken zwischen die Beine zu werfen. Realität ist halt doch was anderes als Theorie… :/