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Media Monday #146

Nach langer Abstinenz schaffe ich es endlich wieder einmal, an einem Media Monday eine kleine Portion Senf beizutragen. Ich bin so stolz auf mich… ;)

1. Chris Hemsworth hat es bislang nicht geschafft, einen wie auch immer bleibenden Eindruck bei mir zu hinterlassen, wohingegen Liam Hemsworth mir komplett unbekannt ist. Und wenn ich mir seine Filmographie anschaue, dann wird das erst mal auch so bleiben.

2. Nostalgie überkommt mich jedes Mal, wenn ich Serien anschaue, die mich als Kind/Teenie begeistern konnten, und auch jetzt noch genug Charme und Klasse besitzen, sich den Platz in meiner Sammlung zu verdienen, z.B. Raumschiff Enterprise oder Starsky & Hutch (lacht doch!).

3. Ein richtig guter Krimi lässt mich vor Spannung glatt vergessen, dass ich eigentlich dringend aufs Klo wollte ;)

4. Michael Fassbender wurde schon des Öfteren als Newcomer schlechthin gehypt, aber mich lässt der Typ so kalt wie das schale Bier vom Vortag im Kühlschrank. Und wenn er sein ekliges Haifischgrinsen aufsetzt, ist endgültig der Ofen aus. Bäh.

5. Wetten, dass..? ist quasi Geschichte. Welche Show/Serie/Reihe/was-auch-immer sollte auch baldmöglichst eingestampft werden?

Sämtliche Stammtisch-Reality-Pöbelserien der Privaten, und den ganzen Casting-Mist gleich hinterher. Doch, die Welt würde durchaus ein kleines Stücklein besser sein.

6. Der am wenigsten furchteinflößende Bösewicht ist natürlich Lord Helmchen

lord-helmchen

7. Zuletzt gesehen habe ich The Cabin in the Woods und das war ein überraschend toller Film, weil es erstens ständig anders kam und zweitens als ich immer wieder dachte.

“An army of nightmares, huh? Let’s get this party started.”

cabin-in-the-woods-groove

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Radiohead | Karma Police

Großer Song (des Tages), noch größeres Video, obwohl nicht einmal das beste im an hervorragenden Videos reichen Katalog Radioheads. Auf jeden Fall Gänsefell galore.

This is what you get
This is what you get
This is what you get when you mess with us

For a minute there, I lost myself, I lost myself
Phew, for a minute there, I lost myself, I lost myself

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Franz Kafkas “Metamorphosis” (Die Verwandlung)

Franz Kafka und ich, das ist seit meiner Schulzeit eine sehr, sehr schwierige Beziehung, der ich eigentlich keine echte Chance mehr eingeräumt hatte, die Abneigung saß doch zu tief. Bis zu dem Moment, in dem ich im Radioprogramm der BBC auf den Audiobook-Vierteiler “Metamorphosis” (aka “Die Verwandlung”) gestoßen bin, der letztes Jahr als Wiederholung zu hören war. Auf Englisch kam der Text um Gregor Samsa und seine wundersame Verwandlung in ein abstoßendes Insekt mir längst nicht mehr so unsäglich verschwurbelt und verstaubt vor, wie ich ihn kannte, von Langeweile keine Spur. Und dann war da zu allem Überfluss mit Benedict Cumberbatch ein Vorleser am Werk, dem ich auch fasziniert durch eine dreißigstündige Lesung der Berliner Stadtverordnung mit sämtlichen Neben- und Beiwerken folgen würde. Obwohl ich mit Audiobooks eigentlich erst recht auf Kriegsfuß stehe.

“When Gregor Samsa woke one morning from uneasy dreams he found himself transformed in his bed into a monstrous insect.”

Unvoreingenommen geht anders, geb ich zu. Aber wenn’s der Kultur dient… habe ich doch auf diese Art und Weise zum ersten Mal seit Jahrzehnten einen Kafka-Text mit echtem Interesse wahrgenommen, statt mich gleich mit Grausen abzuwenden, und habe ihn mir inzwischen mehrmals mit zunehmender Faszination für den Stoff angehört. Als nächstes steht Orson Welles Verfilmung von “Der Prozess” mit Anthony Perkins als Josef K. auf dem Stundenplan, und wenn mir das auch gut reinläuft, werde ich mich nochmal an die originalen Texte wagen. Drückt mir die Daumen.

Und hört euch diese feine Umsetzung selber an.

benedict cumberbatch richard III
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Geschüttelt, nicht gerührt

Erst Hamlet im Theater (angekündigt für 2015), nun auch noch Richard III im Fernsehen – zu behaupten, dass ich entzückt bin, wäre stark untertrieben! Eine ordentliche Dosis Shakespeare ist doch ganz was anderes als langweilige Superheldenfilme am laufenden Band. Möge er diesem unsäglichen Hollywoodtrend auch weiterhin fernbleiben!

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Und wenn ich schon am fangirlen bin… dann kann ich auch gleich das kleine Liedchen aus August: Osage County hier unterbringen, das der Herr Cumberbatch in diesem Film zum besten gibt. Eine Karriere als Sänger würde ich ihm daraufhin nicht unbedingt empfehlen, aber irgendwie schnuckelig ist es schon :)

the hitchhiker's guide to the galaxy
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The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy Radio Show

The Hitchhiker’s Guide to The Galaxy is perhaps the most remarkable, certainly the most successful book ever to come out of the great publishing corporations of Ursa Minor. It scores over the Encyclopedia Galactica in two important ways: firstly, it is slightly cheaper, and secondly it has the words DON’T PANIC inscribed in large friendly letters on the cover.

So sprach Radio 4 am gestrigen Samstag Vormittag live und wohltönend aus dem BBC Radio Theatre, und schon schlug mein Fanherz höher, in Erwartung vergnüglicher 75 Minuten mit den vertrauten Stimmen der originalen Besetzung des ersten (und in meinen Ohren einzig wahren) Hörspiels, auf dem Bücher, Serie, Film und was weiß ich noch alles basieren.

Und ich wurde nicht enttäuscht, es gibt in dieser Kurzfassung für den Anhalter zwischendurch unter anderem Vogonenpoesie, einen Wal im freien Fall, großspurige Mäuse und einen Zwischenstopp im Restaurant am Ende des Universums, der nicht nur das Publikum im Radio Theatre zu begeistern wußte. Oh, und man erfährt, wie schweißtreibend und gefährlich das Mixen eines ordentlichen Pangalaktischen Donnergurglers ist…

Eine extra Erwähnung verdient die lässig aufspielende Liveband, die das Hörspiel perfekt untermalt und als Reg Nullify mit seiner Cataclysmic Combo einen angemessen smooth swingenden Song darbietet und später Marvin bei einer Gesangseinlage unterstützt. “Life? Don’t talk to me about life.” Über das halten eines geraden Tons allerdings auch nicht :)

Nachzuhören für weitere sechs Tage auf Radio 4.

Kleines musikalisches Leckerli zum Schluß: der Hitchhiker-Themesong aka Journey of the Sorcerer von den Eagles in voller epischer Länge und Breite. Hach ja, schon toll.